Logop├Ądie

Logopädie beinhaltet die Therapie von Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen. Oberstes Ziel der Logopädie ist die aktive Teilhabe am Alltag sicherzustellen.
Das Klientel umfasst alle Altersgruppen. An der Schule Fahrwangen kann das Angebot der Logopädie ab dem Kindergarteneintritt bis zur Beendigung der Schulpflicht genutzt werden. Die Kosten werden von der Gemeinde und dem Kanton übernommen.
Bei Kindern und Jugendlichen können sich sprachliche Auffälligkeiten in unterschiedlicher Weise und aus unterschiedlichen Gründen zeigen. Hier einige Beispiele:

Kommunikation
Ein Kind vermeidet Blickkontakt. Ein Kind vermeidet das Sprechen, obwohl es eigentlich sprechen könnte. Ein Kind lässt seinen Gesprächspartner nie ausreden und spricht ständig dazwischen.

Sprachverständnis
Ein Kind versteht Sprache nicht altersgemäss, obwohl sein Hörvermögen intakt ist. Ein Kind kann Aufträge nicht richtig ausführen. Ein Kind kann Fragen nicht adäquat beantworten. Ein Kind wird beim Erzählen einer Geschichte unruhig, lenkt ab.

Wortschatz
Ein Kind kennt alltägliche Begriffe nicht. Es umschreibt diese („zum trinke“ für Glas) oder verwendet Passepartout-Wörter („das Dings“).

Wortfindung
Ein Kind kann bereits bekannte Wörter nicht abrufen. Stattdessen werden ähnliche oder verwandte Wörter benutzt („Zitrone“ für Orange).

Satzbau
Ein Kind verdreht oder verkürzt Sätze. Es gebraucht falsche Wortendungen.

Aussprache
Ein Kind kann gewisse Laute nicht korrekt bilden. Dadurch wird es vor allem von fremden Personen falsch oder schwer verstanden.

Redefluss
Ein Kind stottert. Dadurch werden Laute, Silben, Wörter oder ganze Satzteile wiederholt. Atmung und Sprechen können blockiert werden.
Ein Kind poltert. Es spricht schnell und überstürzt. Wörter oder Wortendungen werden verschluckt.

Lesen und Schreiben
Ein Kind hat noch ungenügende Einsicht in die Funktion und den Aufbau der Schriftsprache. Ein Kind liest sehr langsam und ungenau, es erfasst den Sinn des Gelesenen nicht. Buchstaben sind schlecht gespeichert. Es kann Laute schlecht aus einem Wort heraushören.
Eine Anmeldung bei der Logopädin kann durch die Eltern, die Lehrperson, den Kinderärzten oder anderen Fachpersonen erfolgen.
Im Kindergarten werden alle Kinder einmal pro Halbjahr kurz von der Logopädin erfasst. Sollte ein Kind sprachliche Auffälligkeiten zeigen, werden die Eltern von der Logopädin selbst kontaktiert. Nach einer Anmeldung wird ein Kind zu einer Abklärung eingeladen, um eine genaue Diagnose stellen zu können. Daraus werden die nötigen Interventionen abgeleitet. In der Regel bekommt ein Kind eine Therapielektion pro Woche. Bei sehr schweren Störungen kann beim Kanton Antrag auf mehrere Lektionen pro Woche gestellt werden.

Hilfreiche weiterführende Links
www.logopaedie.ch
www.val-ag.ch